Mauretanien:
Mit der Wüste leben
 

Mauretanien ist touristisch noch kaum erschlossen. Hier lassen sich westafrikanische Kultur und Lebensart noch unverfälscht erleben.

Die Geschichte Mauretaniens ist vor allem eine Geschichte der Anpassung an die Natur. Das Land ist drei Mal so groß wie Deutschland bei nur 2,6 Millionen Einwohnern. Von einem schmalen fruchtbaren Streifen im Süden abgesehen, ist das gesamte verbleibende Hinterland saharisch geprägt. Aus den weiten Sand- und Steinebenen heben sich beeindruckende tafelbergartige Höhenzüge hervor.

In der Sahara wechseln sich unwirklich erscheinende Gebirgszüge, malerische Pässe und Oasen ab. Im Sonnenuntergang begrüßen die leuchtenden Häuserfassaden der Wüstenstadt Chinguetti den Besucher.

Nur wenige Tierarten konnten sich an die extremen Lebensbedingungen in der Wüste anpassen. Der Strauß, die Säbelantilope und die Damagazelle, ebenso wie der Leopard konnten sich nur schwer behaupten. Ihr endgültiges Ende kam mit der intensiven Jagd, wie sie hier lange betrieben wurde. Der Goldschakal kommt dagegen noch häufig vor. Er hat sich an der Atlantikküste auf Fischkost spezialisiert - und sich so eine Überlebensnische geschaffen.

Jedes Jahr im November kann der Besucher an der Küste Zeuge eines einzigartigen Ereignisses werden: Die Volksgruppe der Imraguen, die an der Banc d'Arguin lebt, geht gemeinsam mit Delfinen auf Fischfang. Die Meeressäuger den Männern die Beute ins seichte Wasser und auf die Netze zu - in der Gewissheit, dass dabei auch gute Beute für sie selbst abfällt. ECO REISEN bietet die Gelegenheit, diese "Kooperation" von Mensch und Tier hautnah mitzuerleben.

 
   
   
   

 

 

Das Erlebnis

     
   

Eine ein- oder mehrwöchige Kamelwanderung führt zu den bis zu 150 Meter hohen Dünen der Sahara. Auf dem Weg sieht man karge Gebirgszüge, beeindruckende Pässe und Oasen. Im Sonnenuntergang begrüßen die leuchtenden Häuserfassaden der Wüstenstadt Chinguetti den Besucher. In Chinguetti, einer der sieben heiligsten Stätten des Islam, sind in einer kleinen Bücherei wertvolle alte Koranmanuskripte zu besichtigen. Ins Nomadenzelt eingeladen, kommt man mit der maurischen Kultur auf Tuchfühlung: Zeit für die Teezeremonie muss sein. Ein Höhepunkt ist das Biwak nachts unter dem glasklaren Sternenhimmel der Sahara - auch für Wüstenprofis immer wieder ein Erlebnis.

Im Kontrast zur meditativen Stimmung in der Wüste steht das Gewimmel und Gekreische von Abertausenden Vögeln in einer der vogelreichsten Regionen der Erde: Der Nationalpark Banc d’Arguin ist eines der größten intakten Küstenökosysteme der Welt. In dem 12.000 Quadratkilometer großen, weitgehend unzugänglichen Schutzgebiet überwintern über zwei Millionen Zugvögel - viele von ihnen Wintergäste aus dem deutschen Wattenmeer. Zur überregionalen wissenschaftlichen Erforschung der Vögel und zum Schutz ihrer Lebensräume unterhalten die Wattenmeere in den Niederlanden, Deutschland und Mauretanien Partnerschaften.

Das Paradies für Vogelbeobachter mit seinen Wattflächen, Mangroven, Marschen, Inseln und Dünen steht bereits seit 1976 unter Schutz und ist als Ramsar-Feuchtgebiet und Weltnaturerbe gelistet. In einem Langzeitprojekt der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) berät das Mutterunternehmen von ECO REISEN, die ECO Consulting Group, die Parkverwaltung bei der inneren Organisation und beim Aufstellen von Bewirtschaftungsplänen und unterstützt die örtliche Bevölkerung, die Imraguen, dabei, nachhaltige Praktiken des Fischfangs und der Landwirtschaft anzuwenden. Unsere Reisen an die Banc d'Arguin sind Teil der touristischen Aufbauarbeit in der Region. Sie tragen dazu bei, die Naturschätze der Küste für die Bevölkerung spürbar in Wert zu setzen.

Eine geführte Tour mit ECO REISEN bietet einen Besuch im Projekt mit Einführung in die Naturschutzarbeit sowie Bootsfahrten zu den vorgelagerten kleinen Inseln mit Wanderungen und Vogelexkursionen.